Stellos Leitfaden · Hotel
Hotelparkplatz-Einnahmen: Aus der Kostenstelle ein Ertragscenter machen
Lassen Sie mich Ihnen von einer Zahl erzaehlen, die in fast keiner Hotel-GuV auftaucht, obwohl sie echtes Geld darstellt, das darauf wartet, erfasst zu werden. Parkeinnahmen. Bei den meisten Stadthotels stecken sie in einem fixen Nachttarif, unveraendert von Montag bis Samstagabend, unbeeinflusst von lokalen Veranstaltungen und abgekoppelt von der RevPAR-Logik, die den Rest des Gebaeudes steuert.
Stellos operates parking technology across Switzerland and Germany, trusted by teams at Google, Swisscom, Implenia, Wincasa, CWS and Sony.
Der Festtarif und was er liegen laesst
Nehmen wir ein Vier-Sterne-Stadthotel in Zuerich mit 80 Parkplaetzen. Der Tarif betraegt CHF 35 pro Nacht. Seit drei Jahren. Am Abend einer grossen Konferenz im Kongresszentrum zwei Strassen weiter erreicht die externe Parknachfrage in diesem Viertel das Vier- bis Fuenffache des Normalwerts. Das Hotel verlangt CHF 35. Ein privater Anbieter zwei Strassen entfernt verlangt CHF 68. Beide sind um 21:00 Uhr voll. Der Unterschied ist kein Zufall. Es ist Preislogik.
Dynamische Preisgestaltung fuer Parkplaetze ist einfacher als fuer Hotelzimmer, weil das Produkt einheitlicher ist. Es gibt keine Bettenart, keine Aussicht, keine Etagenpraeferenz. Es gibt einen Platz und ein Zeitfenster. Hotels, die nachfragebasierte Tarife einfuehren, in der Regel zwischen CHF 28 und CHF 52 fuer denselben Standort, erzielen konstant 30 bis 55 Prozent mehr Umsatz pro Parkplatz als mit dem Festtarif, ohne die Auslastung zu senken.
Gastzuteilung und die Besuchergelegenheit
Die Frage der Zuteilung ist real. Das Gaesteerlebnis haengt von einer Garantie ab: Wer mit dem Auto anreist, findet bei der Ankunft seinen Parkplatz. Ein gut gefuehrtes System reserviert einen definierten Anteil der Plaetze ausschliesslich fuer Gaeste, in der Regel 60 bis 75 Prozent der Kapazitaet je nach Anreiserate, und gibt den Rest in den Stunden frei, in denen Gaeste nicht unterwegs sind.
Das praktische Ergebnis: Dieselben 80 Plaetze bedienen zwei Gruppen. Gaeste bekommen Zuverlaessigkeit. Besucher und Veranstaltungsueberlauf zahlen den Marktpreis fuer den Ueberschuss. Das Hotel verdient an beiden. Der operative Aufwand besteht aus einer Kennzeichenerkennungskamera und einer Buchungsregel, nicht aus einem zweiten Parkhaus.
Der RevPAR-Beitrag, den Parken leistet
Bei staedtischen Vier-Sterne-Haeusern traegt ein gemanagtes Parkhaus 3 bis 8 Prozent des gesamten Zimmerumsatzes bei, wenn es korrekt gemessen wird. Das untere Ende gilt fuer Hotels mit niedrigen Anreiseraten und geringer externer Nachfrage. Das obere Ende gehoert Hotels in der Naehe von Veranstaltungsorten, Verkehrsknotenpunkten oder Geschaeftsvierteln, wo die externe Nachfrage strukturell und planbar ist.
Der NOI-Effekt ist staerker als der Umsatzanteil vermuten laesst, weil Parkeinnahmen nahezu keine zusaetzlichen variablen Kosten verursachen, sobald das Zugangssystem installiert ist. Ein Hotel, das aus einem 80-Plaetze-Parkhaus zusaetzliche CHF 120'000 pro Jahr erwirtschaftet, steigert bei einem Hotel-Kapitalisierungssatz von 5,5 Prozent den Immobilienwert um rund CHF 2'200'000. Die Methodik hinter dieser Umrechnung beschreibt unsere ROI- und NOI-Methodik.
E-Ladeinfrastruktur als Gaeste-Amenity und zusaetzliche Einnahmequelle
E-Laden hat sich in Stadthotels der Vier-Sterne-Kategorie von einem Differenzierungsmerkmal zu einer erwarteten Ausstattung entwickelt. In der Schweiz waren 2024 25 Prozent aller Neuzulassungen Elektrofahrzeuge, und der Anteil steigt. Ein Gast mit Elektroauto, der ueber Nacht nicht laden kann, bucht kein zweites Mal.
Das kommerzielle Modell ist unkompliziert. AC-Laden mit 11 bis 22 kW eignet sich gut fuer Uebernachtungsaufenthalte: Ein Gast steckt um 21:00 Uhr ein und zieht um 08:00 Uhr mit vollem Akku das Kabel, nach 55 bis 110 kWh Verbrauch. Bei einer Sitzungsgebuehr von CHF 0.45 pro kWh plus Anschlussgebuehr verdient das Hotel CHF 30 bis 55 pro Ladevorgang. Fuer ein Hotel mit 20 EV-faehigen Parkplaetzen bei 65 Prozent Auslastung entspricht das CHF 140'000 bis 200'000 pro Jahr an Ladeeinnahmen, nach Abzug der Stromkosten. Die Plaetze selbst erzielen bei Monatsvertraegen einen Aufschlag von 15 bis 20 Prozent gegenueber Plaetzen ohne EV-Ladung.
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