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Stellos Leitfaden · EV-Laden

EV-Ladeintegration: Wie Parkplatzbetreiber von der Elektromobilitaetswende profitieren

Lassen Sie mich Ihnen von dem Moment erzaehlen, in dem EV-Laden aufhoert, eine Mieteranfrage zu sein, und anfaengt, eine Position in der Gewinn- und Verlustrechnung zu werden. Fuer die meisten Parkplatzbetreiber ist dieser Moment noch nicht eingetreten. Die Schweiz und Deutschland verzeichnen steigende EV-Anteile bei Neuzulassungen. Die Ladesaeulenverordnung sowie das Energiewirtschaftsgesetz schaffen den regulatorischen Rahmen fuer Ladepunkte auf privaten Stellflaechen. Die Fahrzeuge stehen bereits in den Garagen. Das Erloesmodell fehlt bei den meisten Betreibern noch.

Stellos operates parking technology across Switzerland and Germany, trusted by teams at Google, Swisscom, Implenia, Wincasa, CWS and Sony.

Die drei Erloesmodelle und was zwischen ihnen entscheidet

Es gibt drei Wege, mit denen ein Parkplatzbetreiber an EV-Laden verdient, und der richtige haengt davon ab, wer Ihre Nutzer sind und wie lange sie bleiben. Das erste ist eine Sitzungsgebuehr: eine Pauschalgebuehr pro Parkvorgang, die Strom bis zu einem definierten Limit einschliesst, einfach zu kommunizieren und leicht durchzusetzen. Das zweite ist die Energieweitergabe: Sie berechnen dem Nutzer die Kosten zuzüglich einer Marge pro kWh, was mit dem Verbrauch skaliert und Betreiber belohnt, die guenstigen Netzstrom beziehen koennen. Das dritte ist ein Abonnement: eine monatliche Gebuehr fuer einen reservierten Ladeplatz, geeignet fuer Pendlergaragen mit planbaren Tagesnutzern.

In der Praxis kombinieren die meisten Gewerbeparkhaeuser: Sitzungsgebuehr fuer Kurzparker, Abonnement fuer Monatsparker und Energieweitergabe fuer Nutzer mit hoher Auslastung ueber Nacht. Die Entscheidung ist nicht konzeptionell. Es ist eine Tabellenkalkulation, die durchschnittliche Parkdauer mit durchschnittlichem Verbrauch und Marge pro kWh multipliziert.

AC vs. DC: die Wirtschaftlichkeit, die Ihre Hardware entscheidet

AC-Laden mit 7 bis 22 kW kostet je nach Kabelabstand zum Verteiler CHF 1'500 bis CHF 3'500 pro installierter Einheit. Es liefert jedem aktuellen EV ueber Nacht eine volle Ladung, was die ueberwiegende Mehrheit der Langzeit- und Pendlernutzungsfaelle perfekt abdeckt. Ein 22-kW-AC-Ladepunkt in einem Pendelerparkhaus mit 70 Prozent Auslastung an 250 Arbeitstagen generiert CHF 8'500 bis 14'000 an Jahressitzungserloesen zu Schweizer Tarifen.

DC-Schnellladen mit 50 bis 150 kW kostet CHF 25'000 bis CHF 80'000 pro Einheit plus Bauarbeiten und haeufig eine Netzanschlussaufwertung. Es ist gerechtfertigt, wo die Parkdauer kurz ist, typischerweise unter 90 Minuten, und wo die Nutzer bereit sind, einen Aufpreis fuer Geschwindigkeit zu zahlen. Der Business Case fuer DC-Laden in Standardparkhaeusern ist duenn. Installieren Sie zunaechst AC, messen Sie die Auslastung 12 Monate lang, und lassen Sie die reale Nachfrage entscheiden, ob DC gerechtfertigt ist.

Smart-Grid-Integration und warum Lastmanagement die Kalkulation veraendert

Der groesste operative Einzelkostenfaktor in einer Mehrfachladeanlage ist die Leistungsgebuehr: Netzbetreiber berechnen Gewerbekunden auf Basis ihrer Spitzenlast in einem 15-Minuten-Fenster, und ein Parkhaus, in dem 20 Autos alle um 08:05 Uhr am Montagmorgen zu laden beginnen, kann einen Lastspitze produzieren, die die Stromrechnung fuer den gesamten Monat erhoeht. Lastmanagementsoftware, das ist es, was die Stellos-Plattform fuer EV-Laden tut, staffelt Ladesitzungen ueber die Parkplaetze, sodass die Gesamtlast innerhalb einer vertraglich vereinbarten Obergrenze bleibt. Der Effekt auf die Stromrechnung bei einer 30-Ladepunkt-Installation kann CHF 12'000 bis 20'000 pro Jahr betragen.

Smartes Laden ermoeglicht auch zeitvariable Preisgestaltung, bei der Nutzer um 02:00 Uhr weniger zahlen als um 18:00 Uhr. Fuer Betreiber mit dynamischen Stromvertraegen kann die Marge auf diese naechtliche Energie 40 bis 60 Prozent hoeher sein als die Tagesmarge. Schweizer Netzbetreiber verlangen fuer Installationen ueber 11 kW einen Netzanschlussvertrag. Planen Sie diese Vorlaufzeit von typischerweise 4 bis 12 Wochen in Ihren Projektzeitplan ein.

Die 5-Jahres-Asset-Premium-Geschichte

Hier ist der finanzielle Fall, der die Vorstandsdiskussion oft beendet. EV-faehige Parkplaetze erzielen bei Monatsvertraegen einen Aufschlag von 15 bis 20 Prozent gegenueber nicht EV-faehigen Plaetzen im selben Parkhaus, gemaess Mietdaten aus 2025 ueber Stellos-verwaltete Immobilien in der Schweiz und Deutschland. Dieser Aufschlag ist bestaendig: Er spiegelt eine reale Knappheit wider, weil das Angebot an EV-faehigen Gewerbeparkplaetzen noch deutlich hinter der Nachfrage liegt.

Die NOI-Steigerung durch Umruestung von 20 Plaetzen in einem 100-Plaetze-Parkhaus auf EV-faehig liegt typischerweise bei CHF 25'000 bis 45'000 pro Jahr zu Schweizer Marktpreisen. Bei einem gewerblichen Kapitalisierungssatz von 4,5 bis 5,5 Prozent entspricht dieser NOI-Gewinn CHF 450'000 bis 1'000'000 an zusaetzlichem Immobilienwert. Die Hardware und Bauarbeiten fuer 20 AC-Ladepunkte inklusive Verkabelung kosten CHF 80'000 bis 150'000. Das Vielfache auf die Investition, gemessen am Immobilienwert, betraegt das 3- bis 10-Fache der Installationskosten.

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